Ältere Beiträge

Expertenbeitrag von Dominik Meier: Politische Kommunikation während Koalitionsverhandlungen

Aus unserer langjährigen Beratungspraxis wissen wir: Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene sind Kernherausforderungen der politischen Beratung. Die Vorbereitungen beginnen aber schon Wochen vor dem eigentlichen Wahltermin. Die Parteien wägen thematisch schon lange im Voraus verschiedene Koalitionsoptionen ab und loten Konsenslinien aus. Da sollten Beratungen und Unternehmen bereits ihre Ohren spitzen und Informationen sammeln. Zudem sollte man wissen, welche neuen Kandidatinnen und Kandidaten in den Bundestag streben. Eine erste vorsichtige Kontaktaufnahme zum Kennenlernen kann helfen, deren Themen und Interessen zu verstehen.

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Interview mit Dominik Meier: Politik, Prognostik und strategische Kalkulation

Die zunehmende Verfügbarkeit und technische Verarbeitungsfähigkeit von Daten bieten die Chance, gesellschaftliche Prozesse immer besser zu modellieren. Die Covid-19 Pandemie ist hierfür ein Paradebeispiel. Die Modellierungen des Infektionsgeschehens ermöglicht es beispielsweise, die Impfaktivitäten besser zu koordinieren. Wann und wie genau Arztpraxen die Impfzentren beim Impfen unterstützen können, lässt sich tagesgenau simulieren.

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Interview mit Dominik Meier: Das Verhältnis zwischen (Politik-)Wissenschaft und praktischer Politikberatung

Dominik Meier, Inhaber von Miller & Meier Consulting und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Politikberatung, schildert im vorliegenden Interview - hier in gekürzter Fassung lesbar - mit der Zeitschrift „Politikum“ die schwierige Gradwanderung und das großes gegenseitiges Unverständnis im Verhältnis zwischen (Politik-)Wissenschaft und praktischer Politikberatung. Dabei beleuchtet er als Grenzgänger beider Welten offen die Herausforderungen, vor denen das erfolgreiche Zusammenspiel der beiden Felder stehen. Er weist aber auch auf das Potenzial hin, wie gemeinsame Logiken und Denkweisen sich ergänzen könnten. Dabei vergisst er auch nicht die bedeutende Nachwuchsförderung und gibt einige Tipps an gegenwärtige Studierende, die die „Politikberatung“ als ein mögliches Berufsfeld für sich sehen.

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Politische Praxeologie als die Lehre vom erfolgreichen Machtgebrauch (Langfassung)

Politische Praxeologie ist die Lehre vom erfolgreichen Machtgebrauch. Gerade in Deutschland ist kaum ein Begriff ist so tabuisiert wie der der Macht. Doch der gezielte und legitime Einsatz von Macht durch Individuen und Kollektivakteure ist die wichtigste Antwort auf eine der großen Herausforderungen der Spätmoderne: Wie können sich Menschen im hochkomplexen Widerstreit zwischen gesamtgesellschaftlicher, dispositiver Verhaltensprägung und -steuerung einerseits und plötzlich einbrechenden Krisen und Paradigmenwechseln andererseits behaupten? In diesem Spannungsfeld von sozialer Notwendigkeit und Kontingenz ist Macht die zentrale Ressource, mit der Akteure Entscheidungs- und Planungshoheit zurückgewinnen. Umso drängender ist die Frage, was Macht ist und wie man sie erfolgreich und verantwortungsvoll erwirbt, nutzt und ausweitet. Ausgehend von den methodologischen Prämissen der praxeologischen Vordenker Bourdieu, Foucault, Veyne und Eßbach ist die politische Praxeologie der Versuch, sozial- und kulturwissenschaftliche Einsichten über die dispositive Situiertheit des Menschen fruchtbar zu machen und einen Leitfaden für seine Befähigung zur Macht zu entwickeln.

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Politische Praxeologie

Reale Widersprüche kennzeichnen die Spätmoderne und nie zuvor wirkten die in ihr verankerten Merkmale in diesem Ausmaß zusammen. So stellt die immense Differenzierung in arbeitsteilige Prozesse und soziale Rollen, verknüpft mit einer Überproduktion von Informationen, Erwartungen und Möglichkeiten eingebettet in die digitale Verschmelzung verschiedenster Lebens- und Arbeitswelten ein Novum für die alltägliche Lebensrealität der Menschen dar.

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Zwischen Selbstregulierung, Mandatslobbyismus und Insellösung: Der Lobbyregisterentwurf erfordert weitere Detailarbeit

Getrieben von der öffentlichen Diskussion und der scheinbar allgegenwärtigen medialen Präsenz der Causa Amthor, verständigten sich die Koalitionsfraktionen schnell auf einen ersten Entwurf zum Lobbyregister. Es ist allerdings bezeichnend, dass der nun zirkulierende Entwurf weitere Detailarbeit erfordert, die in seinem überstürzten Ausfertigungsprozess nicht zu leisten gewesen war. Angesichts der tiefen Eingriffe in die Meinungs- und Berufsfreiheit ist mit diesem Entwurf die komplexe Regulierung von Interessenvertretungen noch weit von einer befriedigenden Lösung entfernt.

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